298 Wenn der Herr einst die Gefangnen
Wenn der Herr einst die Gefangnen ihrer Bande ledig macht, o dann schwinden die vergangnen Leiden wie ein Traum der Nacht; dann wird unser Herz sich freun, unser Mund voll Lachens sein; jauchzend werden wir erheben den, der Freiheit uns gegeben.
Herr, erhebe deine Rechte, richt auf uns den Vaterblick; rufe die verstoßnen Knechte bald ins Vaterland zurück. Ach, der Pfad ist steil und weit, kürze unsre Prüfungszeit; führ uns, wenn wir treu gestritten, in des Friedens stille Hütten.
Ernten werden wir mit Freuden, was wir weinend ausgesät; jenseits reift die Frucht der Leiden und des Sieges Palme weht. Unser Gott auf seinem Thron, er, er selbst ist unser Lohn; die ihm lebten, die ihm starben, bringen jauchzend ihre Garben.
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