O dass ich tausend Zungen hätte

Text
Johann Mentzer · 1704
Textbeschreibung
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Komponist
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Melodiebeschreibung
BEI JOHANN BALTHASAR KÖNIG 1738

Noten

6 Seiten Zum Text
Noten: O dass ich tausend Zungen hätte

330 O dass ich tausend Zungen hätte

O dass ich tausend Zungen hätte und einen tausendfachen Mund, so stimmt ich damit um die Wette vom allertiefsten Herzensgrund ein Loblied nach dem andern an von dem, was Gott an mir getan.

O dass doch meine Stimme schallte bis dahin, wo die Sonne steht; O dass mein Blut mit Jauchzen wallte, solang es noch im Laufe geht; ach wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Gesang!

Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir; ihr schwanken Gräslein in den Feldern, ihr Blumen, lasst doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein.

Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat soll sich mir zum Gehilfen geben, denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn.

Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott! Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth! Auch in der größesten Gefahr ward deines Trostes ich gewahr.

Ich will von deiner Güte singen, solange sich die Zunge regt; ich will dir Freudenopfer bringen, solange sich mein Herz bewegt; ja wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich doch mit Seufzen ein.

Ach nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Himmel soll es besser werden, wenn ich bei deinen Engeln bin. Da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Halleluja vor.

Angaben

Zum Choral

Jahr der Textentstehung
1704
Informationen zum Text
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Informationen zur Melodie
BEI JOHANN BALTHASAR KÖNIG 1738

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