Gott rufet noch. Sollt ich nicht endlich hören

Text
Gerhard Tersteegen · 1735
Textbeschreibung
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Komponist
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Melodiebeschreibung
WIE HERRLICH GIBST DU, HERR, DICH ZU ERKENNEN (NR. 271)

Noten

4 Seiten Zum Text
Noten: Gott rufet noch. Sollt ich nicht endlich hören

392 Gott rufet noch. Sollt ich nicht endlich hören

Gott rufet noch. Sollt ich nicht endlich hören? Wie lass ich mich bezaubern und betören! Die kurze Freud, die kurze Zeit vergeht, und meine Seel noch so gefährlich steht.

Gott rufet noch. Sollt ich nicht endlich kommen? Ich hab so lang die treue Stimm vernommen. Ich wusst es wohl: Ich war nicht, wie ich sollt. Er winkte mir, ich habe nicht gewollt.

Gott rufet noch. Wie, dass ich mich nicht gebe! Ich fürcht sein Joch und doch in Banden lebe. Ich halte Gott und meine Seele auf. Er ziehet mich; mein armes Herze, lauf!

Gott rufet noch. Ob ich mein Ohr verstopfet, er stehet noch an meiner Tür und klopfet. Er ist bereit, dass er mich noch empfang. Er wartet noch auf mich; wer weiß, wie lang?

Gib dich, mein Herz, gib dich nun ganz gefangen. Wo willst du Trost, wo willst du Ruh erlangen? Lass los, lass los; brich alle Band entzwei! Dein Geist wird sonst in Ewigkeit nicht frei.

Gott locket mich; nun länger nicht verweilet! Gott will mich ganz; nun länger nicht geteilet! Fleisch, Welt, Vernunft, sag immer, was du willt, meins Gottes Stimm mir mehr als deine gilt.

Ich folge Gott, ich will ihm ganz genügen. Die Gnade soll im Herzen endlich siegen. Ich gebe mich; Gott soll hinfort allein und unbedingt mein Herr und Meister sein.

Ach nimm mich hin, du Langmut ohne Maße; ergreif mich wohl, dass ich dich nie verlasse. Herr, rede nur, ich geb begierig Acht; führ, wie du willst, ich bin in deiner Macht.

Angaben

Zum Choral

Jahr der Textentstehung
1735
Informationen zum Text
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Informationen zur Melodie
WIE HERRLICH GIBST DU, HERR, DICH ZU ERKENNEN (NR. 271)
Verlag
Carus-Verlag, Stuttgart 527

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