478 Nun sich der Tage geendet hat
Nun sich der Tag geendet hat und keine Sonn mehr scheint, schläft alles, was sich abgematt' und was zuvor geweint.
Nur du, mein Gott, hast keine Rast, du schläfst noch schlummerst nicht; die Finsternis ist dir verhasst, weil du bist selbst das Licht.
Gedenke, Herr, doch auch an mich in dieser schwarzen Nacht und schenke du mir gnädiglich den Schutz von deiner Wacht.
Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld, die mich bei dir klagt an; ach, aber deines Sohnes Huld hat g'nug für mich getan.
Den setz ich dir zum Bürgen ein, wenn ich muss vors Gericht; ich kann ja nicht verloren sein in solcher Zuversicht.
Weicht, nichtige Gedanken, hin, wo ihr habt euren Lauf, ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf.
Drauf tu ich meine Augen zu und schlafe fröhlich ein, mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh; wer wollt doch traurig sein?
Soll diese Nacht die letzte sein in diesem Jammertal, so führ mich, Herr, in' Himmel ein zur Auserwählten Zahl.
Und also leb und sterb ich dir, du Herre Zebaoth; im Tod und Leben hilfst du mir aus aller Angst und Not.
Angaben
Zum Choral
Mitwirkende